Was kommt nach dem Tod? Sterbende Menschen suchen spirituelle Begleitung, aber Ärzte wissen auf viele Fragen keine Antwort. Die Universität in München will das ändern und hat das Fach “Spiritual Care” eingerichtet.

Im Laufe eines Medizinstudiums lernen angehende Ärzte viel über Krankheiten und ihre Heilungsmethoden. Aber was macht ein Arzt, wenn ein Patient nicht mehr geheilt werden kann? Wenn es nicht nur um den medizinischen Beistand, sondern vielmehr um den seelischen Beistand geht? Spätestens bei der Auseinandersetzung mit dem Tod tauchen Fragen zur Spiritualität auf, mit denen sich nicht nur Seelsorger, sondern auch Ärzte auseinandersetzen sollten.

Patienten haben ein Recht auf spirituelle Begleitung

Jeder Sterbenskranke, so fordert die Weltgesundheitsorganisation WHO, hat das Recht auf körperliche, psychosoziale und spirituelle Hilfe. Aber gerade der spirituelle Aspekt ist noch wenig erforscht. “Junge und erfahrene Ärzte darin auszubilden, Menschen spirituell zu begleiten, sehen wir heute als eine Aufgabe der Medizin an”, sagt Facharzt Eckhard Frick von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Zusammen mit Traugott Roser hat er Deutschlands erste Professur für “Spiritual Care” inne, ein Pflichtfach innerhalb des Medizinstudiums.

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https://www.dw.com/de/deutschlands-erste-professur-f%C3%BCr-spiritualit%C3%A4t/a-6229775